Literaturhinweise und Links zum Thema - für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Um sich ein profundes Wissen für die Durchführung eines Holocaust Education Projektes anzueignen, sollten sich MultiplikatorInnen mit allen Themenbereichen, welche relevant sind und welche in das Interesse der Kinder reichen, beschäftigen. Dazu gehört ein Überblick über den derzeitigen Forschungs- und Wissenstand über den Holocaust ebenso wie ein Basiswissen zum Judentum.

Hier gibt es einige hilfreiche Übersichten - in Büchern und im Internet. Für Sachsen gibt es einige Bücher, welche vorrangig Gespräche mit Leipziger Juden beinhalten. Aber auch dort sind viele Hinweise zu den angrenzenden Landkreisen enthalten. Sinnvoll ist auch die Inanspruchnahme der Hilfe von Museen (Heimatmuseum, Stadtgeschichtliches Museum) und Stadtverwaltungen vor Ort. Hier gibt es immer Menschen, die sich mit der Erinnerung an die Verbrechen der NS-Diktatur auseinander setzen und gerne bereit sind, ihr Wissen weiter zu geben.

Auch für Kinder und Jugendliche gibt es Literatur und Internetseiten, mit denen gearbeitet werden kann. Die Auswahl ist groß, die Qualität vieler Werke ist jedoch sehr verschieden und muss individuell abgewogen werden. Einige sehr gute Kinder- und Jugendbücher sind von uns gekennzeichnet.

Die Kinder- und Jugendliteratur wurde nach Altersempfehlungen und die weiteren Literaturhinweise sind alphabetisch geordnet.

Besonderes Augenmerk legen wir im Projekt auf das Medium Comic - für viele MultiplikatorInnen sicher eine ungewöhnliche Form der historischen Darstellung. Wir haben uns aus folgenden Gründen dafür entschieden:
Comics werden von Kindern meist nicht mit einer didaktischen Absicht verbunden sowie dem latenten Zwang, etwas zu lernen. Dennoch fordert es kognitive Leistungen, die Bild- und Sprechfolgen zu lesen und deuten.
Zweitens sind viele historische Materialien für Kinder des angestrebten Alters problematisch und als historische Dokumente nur bedingt brauchbar, da sie meist einen propagandistischen Zweck erfüllten. Selbst für Erwachsene wäre hier ein quellenkritischer Kommentar nötig.
Drittens sind viele Situationen, welche Kinder besonders interessieren, nicht dokumentarisch belegt. Das können zum Beispiel Szenen der Ausgrenzung und Denunziation in der Schule sein, Gespräche in jüdischen Familien und vieles mehr.

Da alle verwendeten Comics die dargestellten Geschichten sehr ernst und mit viel Feingefühl darstellen, gehen wir davon aus, dass die Kinder weder einer Verharmlosung, Verniedlichung oder Lächerlichkeit des Sachverhaltes ausgesetzt werden. Außerdem sind die vorliegenden Comics mit der Unterstützung zahlreicher Museen, Gedenkstätten, wissenschaftlichen Experten sowie Schulen und LehrerInnen entstanden.